Genehmigungsverfahren für die Erneuerbaren erleichtern und beschleunigen

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„Ich wollte mein Geld sinnvoll einsetzen und eine PV-Anlage auf einem meiner Grundstücke errichten, bekomme aber dafür keine Genehmigung“

Das sagte vor einigen Tagen ein Landwirt, der sich Sorgen macht, dass bei einer Inflation von knapp 10% sein Geld in rund 4 Jahren nur mehr die Hälfte wert ist und welcher deshalb beabsichtigte, auf einem seiner Grundstücke eine 160.000 kWh-Photovoltaikanlage zu errichten. Er scheiterte aber an der erforderlichen Genehmigung.

Nicht nur für ihn unverständlich, sondern in Anbetracht der derzeitigen Energiesituation auch kontraproduktiv.

Umwelt- und Klimaschutz, aber auch Unabhängigkeit erfordern nicht nur die Reduktion des Energieverbrauchs, sondern auch den massiven Ausbau erneuerbarer Energien.

Aktuell liegt der Anteil an erneuerbarer Energie in Europa bei rund 22 Prozent, derzeitiges Ziel ist es, diesen Anteil bis 2030 auf 45 Prozent zu erweitern.

Da es (derzeit sogar „von Tag zu Tag“) immer notwendiger wird, auf fossile Energieträger wie Kohle, Gas und Öl zu verzichten, es gefährlich ist, sich von ihnen abhängig zu machen und da die Nachfrage ansteigen wird, ist zu erwarten, dass sich Investitionen in Erneuerbare langfristig positiv entwickeln.

Derzeit ist es jedoch nicht absehbar, wie lange es dauern wird, bis EU und Staaten ihre neuen Ziele und Maßnahmen verhandelt haben. Was bis dahin gelten soll, wird regional unterschiedlich gehandhabt und führt in vielen Regionen zu Rechtsunsicherheit und Unplanbarkeit. Es ist daher sehr mühsam, die Frage, (ab) wann sich Investitionen in Erneuerbare positiv entwickeln, im Einzelfall zuverlässig zu beurteilen.

Solange keine klare und verlässliche Strategie festgelegt ist, in welcher Rechtssicherheit und Planbarkeit Bestand haben, besteht ein zu geringer Anreiz, sich in jenem Maß mit Investitionen in Erneuerbare auseinanderzusetzen, welches gegenwärtig erforderlich wäre. Das Risiko, dass Fehlinvestitionen getätigt werden und Liquiditätsengpässe entstehen können, ist derzeit hoch.

Schon eine Erleichterung und Beschleunigung der Genehmigungsverfahren (neben Anderem) kann dazu führen, dass Investitionen in Erneuerbare im notwendigen Volumen massiv (und auch kurzfristig) angekurbelt werden. Der eingangs zitierte Landwirt – er ist kein Einzelfall – hätte jedenfalls in eine 160.000 kWh-Anlage investiert.

Gesetzgeber und Netzbetreiber sind gefordert.

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Dr. Albin Walchshofer

Unternehmensberater, Risikomanager, Risikomanagement